Evangelisches Stadtkrankenhaus Saarbrücken

Die Stiftung kreuznacher diakonie hat kürzlich über die beabsichtige Schließung des Evangelischen Krankenhauses Saarbrücken informiert. Um dem Anspruch größtmöglicher Transparenz gerecht zu werden, beantworten wir an dieser Stelle häufig gestellte Fragen zur beabsichtigten Schließung. Die beantworteten Fragen werden laufend aktualisiert und erweitert.

1. Warum ist die beabsichtigte Schließung des Krankenhauses notwendig?

1. Warum ist die beabsichtigte Schließung des Krankenhauses notwendig?

Mit der beabsichtigten Schließung reagiert die Stiftung kreuznacher diakonie als Träger des Krankenhauses auf die anhaltend negative betriebswirtschaftliche Entwicklung. Nachdem das Haus bereits in den vergangenen Jahren defizitär war, ist auch in diesem Jahr mit einem Verlust in Millionenhöhe zu rechnen. 

2. Gibt es tatsächlich keine Alternativen zu der beabsichtigten Schließung?

2. Gibt es tatsächlich keine Alternativen zu der beabsichtigten Schließung?

Im Zuge einer sorgfältigen Prüfung von verschiedenen Handlungsoptionen sind neben einer Schließung auch eine Umstrukturierung sowie ein Verkauf des Krankenhauses erwogen worden. Die Prüfung hat ergeben, dass ein Weiterbetrieb des Hauses in keinem dieser Szenarien wirtschaftlich sinnvoll ist. Eine Schließung ist daher die einzige zu verantwortende Option.

3. Welche Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung in der Region gibt es?

3. Welche Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung in der Region gibt es?

Die beabsichtigte Schließung wird in enger Abstimmung mit dem Saarländischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit geplant, das über die Beschlusslage des Kuratoriums zeitig informiert wurde. Auch künftig ist die Gesundheitsversorgung in der Region im gewohnten Umfang gesichert.

4. Welche Auswirkungen auf den laufenden Krankenhausbetrieb gibt es?

4. Welche Auswirkungen auf den laufenden Krankenhausbetrieb gibt es?

Zum jetzigen Zeitpunkt läuft der reguläre Betrieb wie gewohnt weiter. Patientinnen und Patienten können sich auf das hohe Niveau der Pflege und ärztlichen Versorgung im Evangelischen Stadtkrankenhaus Saarbrücken verlassen. Nähere Informationen zum zeitlichen Ablauf der beabsichtigten Schließung werden frühzeitig bekannt gegeben.

5. Was geschieht mit den Arbeitsplätzen der Mitarbeitenden?

5. Was geschieht mit den Arbeitsplätzen der Mitarbeitenden?

Die Stiftung kreuznacher diakonie legt großen Wert auf ein sozialverträgliches Vorgehen bei der beabsichtigten Schließung. Über die beabsichtigte Schließung sind die Mitarbeitenden des Krankenhauses frühestmöglich informiert worden. Wir werden gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung einen Sozialplan entwickeln und auf Wunsch eine neue Beschäftigung innerhalb unserer Stiftung anbieten. Die Gespräche zwischen dem Krankenhausträger und der Mitarbeitervertretung sind bereits angelaufen.

6. Was passiert mit dem Krankenhausgrundstück?

6. Was passiert mit dem Krankenhausgrundstück?

Das Krankenhausgebäude soll nach derzeitiger Planung zurückgebaut werden. Auf dem Grundstück sollen auch künftig soziale Einrichtungen angesiedelt sein. Wir beabsichtigen den Weiterbetrieb des Hospizes und planen zusätzliche Angebote im Bereich der Pflege im Alter. Mit der zuständigen Kirchengemeinde sind wir im Dialog.

7. Wird die Stiftung kreuznacher diakonie ihr Engagement in der Region fortsetzen?

7. Wird die Stiftung kreuznacher diakonie ihr Engagement in der Region fortsetzen?

Auch nach der beabsichtigten Schließung des Krankenhauses und dem Verkauf des Diakonieklinikums Neunkirchen wird die Stiftung kreuznacher diakonie ihre soziale Arbeit im Saarland, in Hessen und in Rheinland-Pfalz wie gewohnt fortsetzen. Nähere Informationen zu unseren diakonisch-sozialen Dienstleistungen erhalten Sie unter www.kreuznacherdiakonie.de.

Diakonie Krankenhaus Neunkirchen

Die Stiftung kreuznacher diakonie richtet sich im Saarland neu aus. Sie verstärkt ihr Angebot im Bereich der Seniorenhilfe. Im Zuge dieser Neuausrichtung wird für das Diakonie Klinikum Neunkirchen ein neuer Träger gesucht. Darüber hat die Stiftung im September 2021 ihre Mitarbeitenden und das Gesundheitsministerium des Landes informiert. Alle Beteiligten werden über das laufende Markterkundungsverfahren regelmäßig auf dem Laufenden gehalten. Ursächlich für diesen Beschluss von Vorstand und Kuratorium ist, dass seit die Stiftung kreuznacher diakonie 2016 das finanziell bereits angeschlagene Klinikum übernommen hat, ein zusätzliches  Defizit in zweistelliger Millionenhöhe entstanden ist.

1. Was bedeutet die Neuausrichtung der Stiftung kreuznacher diakonie

1. Was bedeutet die Neuausrichtung der Stiftung kreuznacher diakonie

Die Stiftung kreuznacher diakonie richtet sich im Saarland neu aus. Sie verstärkt ihr Angebot im Bereich der Seniorenhilfe in der Region. Dies hat auch Auswirkungen auf den Krankenhausstandort Neunkirchen: Für das Diakonie Klinikum Neunkirchen wird ein neuer Träger gesucht. Ziel ist es, die Arbeitsplätze und die Gesundheitsversorgung in der Region zu erhalten und gleichzeitig stärker in die Versorgung der Senioren im Saarland zu investieren. Die Fokussierung ist ein Bekenntnis der Stiftung zum Standort Saarland.

2. Was sind die Gründe für den geplanten Verkauf?

2. Was sind die Gründe für den geplanten Verkauf?

Die Gründe für den geplanten Verkauf des Diakonie Klinikums Neunkirchen sind vielschichtig: Sie sind unter anderem in den nicht mehr vertretbaren finanziellen Lasten durch einen hohen Investitions- und Instandhaltungsbedarf und zum anderen in der Fokussierung auf unsere anderen Aktivitäten im Saarland begründet.
Seit die Stiftung kreuznacher diakonie 2016 das finanziell bereits angeschlagene Klinikum in Neunkirchen übernommen hat, war ihr bis 2021 ein Defizit in zweistelliger Millionenhöhe entstanden. Um die anderen Arbeitsschwerpunkte im Sinne des Stiftungszwecks weiterentwickeln zu können, haben der Vorstand und das Kuratorium die Entscheidung getroffen, den Krankenhausbetrieb in Neunkirchen aufzugeben und einen neuen Träger zu suchen.

3. Was bedeutet dies für die Mitarbeitenden in Neunkirchen?

3. Was bedeutet dies für die Mitarbeitenden in Neunkirchen?

Für die Mitarbeitenden ändert sich aktuell nichts. Die Stiftung kreuznacher diakonie übernimmt Verantwortung für ihre Mitarbeitenden und will die Arbeitsplätze erhalten. Deshalb wird ein Käufer für das Diakonie Klinikum Neunkirchen gesucht, der die Arbeit des kirchlichen Trägers weiterführt. Die Stiftung arbeitet dabei eng mit Politik, Kommune und Mitarbeitervertretung zusammen. Das gemeinsame Ziel ist ein nahtloser Übergang mit einer Übernahme der Mitarbeitenden durch einen neuen Träger des Diakonie Klinikums Neunkirchen.

4. Welche Auswirkungen hat diese Entscheidung auf die Gesundheitsversorgung im Saarland?

4. Welche Auswirkungen hat diese Entscheidung auf die Gesundheitsversorgung im Saarland?

Diese Entscheidung hat aktuell keine Auswirkungen auf den Betrieb des Krankenhauses und damit auf die Gesundheitsversorgung. Die Stiftung kreuznacher diakonie möchte die Klinik in Neunkirchen lediglich in neue Hände geben. Ziel dabei ist, die Arbeitsplätze und die gesundheitliche Versorgung in Neunkirchen zu erhalten. Der Betrieb im Diakonie Klinikum Neunkirchen läuft wie gewohnt weiter.

5. Wie viele Mitarbeitende werden von dieser Entscheidung betroffen sein

5. Wie viele Mitarbeitende werden von dieser Entscheidung betroffen sein

Im Diakonie Klinikum Neunkirchen sind 85 Ärzte, 304 Menschen in der Pflege sowie 137 Mitarbeitende in der Verwaltung und in anderen Bereichen beschäftigt. (Stand: 09/2021)

6. Wie ist das Kuratorium der Stiftung in das Markterkundungsverfahren eingebunden?

6. Wie ist das Kuratorium der Stiftung in das Markterkundungsverfahren eingebunden?

In der entsprechenden Kuratoriumssitzung der Stiftung kreuznacher diakonie wurde mehrheitlich der Beschluss gefasst, ein Markterkundungsverfahren mit dem Ziel des Verkaufes einzuleiten. Der Vorstand berichtet regelmäßig über den Sachstand.

7. Was wurde getan, um das Diakonie Klinikum Neunkirchen finanziell zu konsolidieren?

7. Was wurde getan, um das Diakonie Klinikum Neunkirchen finanziell zu konsolidieren?

Die Verantwortlichen vor Ort haben mit großen Anstrengungen – insbesondere durch strukturelle Maßnahmen – versucht, gegenzusteuern, um das Diakonie Klinikum finanziell stabil aufzustellen. So wurde das Leistungsportfolio kontinuierlich dem Markt angepasst und die Spezialisierung am Diakonie Klinikum Neunkirchen vorangetrieben – immer unter der Prämisse, Arbeitsplätze, den Standort und eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung in Neunkirchen zu erhalten. Gerade in den vielen Monaten der Corona-Pandemie haben die Mitarbeitenden in Neunkirchen mit großem Engagement die Gesundheitsversorgung in Neunkirchen gesichert.
Leider haben die Maßnahmen nicht die erhoffte wirtschaftliche Wende gebracht, so dass sich die Stiftung entschlossen hat, einen neuen Träger für das Diakonie Klinikum Neunkirchen zu suchen.

8. Was geschieht mit den beantragten staatlichen Fördergeldern?

8. Was geschieht mit den beantragten staatlichen Fördergeldern?

Die Stiftung hat sich in den Verhandlungen mit dem Ministerium dafür eingesetzt, dass die beantragten Finanzhilfen bewilligt werden und auch der neue Träger des Diakonie Klinikums Neunkirchen die beantragten Finanzhilfen erhält.

9. Gibt es Veränderungen im laufenden Betrieb des Krankenhauses?

9. Gibt es Veränderungen im laufenden Betrieb des Krankenhauses?

Bis zum Ende des Markterkundungsverfahren verändert sich nichts. Die Chefärzte des Krankenhauses haben in einem Brief Rettungsdienstes, Ärzte und Praxen darüber informiert, dass die Arbeit im Krankenhaus wie gewohnt weiter geht. Das Direktorium hat zudem gegenüber den Mitarbeitern versichert, dass auch Fortbildungen, Dienst- und Urlaubspläne wie gewohnt fortgeschrieben werden.

10. Wie ist der zeitliche Ablauf des Markterkundungsverfahrens?

10. Wie ist der zeitliche Ablauf des Markterkundungsverfahrens?

Mitte September 2021 wurde damit begonnen, sämtliche Geschäftsunterlagen, die für eine Marktsondierung erforderlich sind, zusammen zu tragen. Zugleich wurde eine Liste mit möglichen und vor allem passenden Trägern und Investoren erstellt. Danach startete die Ansprache potenzieller Interessenten. Planmäßig wurde dann mit der Auswertung der erhaltenen Angebote begonnen. Sowohl mit dem saarländischen Gesundheitsministerium als auch mit den kommunalen Vertretern sind wir dazu im Austausch. Das Markterkundungsverfahren mit dem Ziel des Verkaufs des DKN schreitet also weiter voran. Es ist gelungen, die Interessentenliste auf die drei spannendsten Bieter zu verdichten, mit denen die Stiftung kreuznacher diakonie seit Anfang des Jahres in intensiven Verhandlungen steht. Dabei konzentrieren wir uns derzeit auf das zukunftsträchtigste der drei Konzepte und nicht auf den höchsten Preis. Für Vorstand und Geschäftsführung ist es wichtig, eine gute und tragfähige Perspektive zu entwickeln, dies scheint Stand heute möglich und das Verfahren ist auf der Zielgeraden Die Verhandlungen mit möglichen Interessenten dauern erfahrungsgemäß eine gewisse Zeit und unterliegen der Vertraulichkeit. 

Bernd Henner
Pflegedirektor