DKN Neunkirchen

Die Stiftung kreuznacher diakonie setzt neuen Schwerpunkt in Neunkirchen

NEUNKIRCHEN. Die Stiftung kreuznacher diakonie richtet sich im Saarland neu aus. Sie verstärkt ihr Angebot im Bereich der Seniorenhilfe. Im Zuge dieser Neuausrichtung wird für das Diakonie Klinikum Neunkirchen ein neuer Träger gesucht. Darüber hat die Stiftung in dieser Woche ihre Mitarbeitenden und das Gesundheitsministerium des Landes informiert. Weitere Gesprächstermine sind in der Abstimmung. Erklärtes Ziel der Stiftung ist, diesen Prozess auch in der Öffentlichkeit transparent zu gestalten, um weiterhin eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zu gewährleisten. Mit der geplanten Neuausrichtung setzt die Stiftung künftig einen stärkeren Fokus auf ihre Angebote rund um das Thema „Leben im Alter“ und trägt damit auch weiterhin maßgeblich zu einer leistungsfähigen Daseins-Fürsorge rund um Neunkirchen bei.

Im Zuge der geplanten Neuausrichtung passt die Stiftung kreuznacher diakonie ihr Leistungsportfolio an. Hintergrund für diesen Beschluss des Vorstandes und des Kuratoriums ist folgender Sachverhalt: Seit die Stiftung kreuznacher diakonie 2016 das finanziell bereits angeschlagene Klinikum in Neunkirchen übernommen hat, ist ihr ein Defizit in zweistelliger Millionenhöhe entstanden. Um die anderen Arbeitsschwerpunkte im Sinne des Stiftungszweck weiterentwickeln zu können, haben der Vorstand und das Kuratorium nun diese Entscheidung getroffen. Es werden derzeit Gespräche mit allen Beteiligten geführt, um die Gesundheitsversorgung und die Arbeitsplätze zu erhalten.
Die Stiftung kreuznacher diakonie betont, dass die Neuausrichtung der Strategie ein klares Bekenntnis zu den verbleibenden Aktivitäten ist. Mit dem Schwerpunkt „Leben im Alter“, will die Stiftung künftig noch stärker in die Versorgung der Senioren in der Region investieren.

FAQs
1. Was bedeutet die Neuausrichtung der Stiftung kreuznacher diakonie?

1. Was bedeutet die Neuausrichtung der Stiftung kreuznacher diakonie?

Die Stiftung kreuznacher diakonie richtet sich im Saarland neu aus. Sie verstärkt ihr Angebot im Bereich der Seniorenhilfe in der Region. Dies hat auch Auswirkungen auf den Krankenhausstandort Neunkirchen: Für das Diakonie Klinikum Neunkirchen wird ein neuer Träger gesucht. Ziel ist es, die Arbeitsplätze und die Gesundheitsversorgung in der Region zu erhalten und gleichzeitig stärker in die Versorgung der Senioren im Saarland zu investieren. An den verbleibenden Stiftungsaktivitäten wird sich nichts ändern. Die Fokussierung ist ein Bekenntnis der Stiftung zum Standort Saarland.

2. Was sind die Gründe für den geplanten Verkauf?

2. Was sind die Gründe für den geplanten Verkauf?

Die Gründe für den geplanten Verkauf des Diakonie Klinikums Neunkirchen sind vielschichtig: sie sind unter anderem in den nicht mehr vertretbaren finanziellen Lasten durch einen hohen Investitions- und Instandhaltungsbedarf und zum anderen in der Fokussierung auf unsere anderen Aktivitäten im Saarland begründet.
Seit die Stiftung kreuznacher diakonie 2016 das finanziell bereits angeschlagene Klinikum in Neunkirchen übernommen hat, ist ihr ein Defizit in zweistelliger Millionenhöhe entstanden. Um die anderen Arbeitsschwerpunkte im Sinne des Stiftungszwecks weiterentwickeln zu können, haben der Vorstand und das Kuratorium die Entscheidung getroffen, den Krankenhausbetrieb in Neunkirchen aufzugeben und einen neuen Träger zu suchen.

3. Was bedeutet dies für die Mitarbeitenden in Neunkirchen?

3. Was bedeutet dies für die Mitarbeitenden in Neunkirchen?

Für die Mitarbeitenden ändert sich aktuell nichts. Die Stiftung kreuznacher diakonie übernimmt Verantwortung für ihre Mitarbeitenden und will die Arbeitsplätze erhalten. Deshalb wird ein Käufer für das Diakonie Klinikum Neunkirchen gesucht, der die Arbeit des kirchlichen Trägers weiterführt. Die Stiftung arbeitet dabei eng mit Politik, Kommune und Mitarbeitervertretung zusammen. Das gemeinsame Ziel ist ein nahtloser Übergang mit einer Übernahme der Mitarbeitenden durch einen neuen Träger des Diakonie Klinikums Neunkirchen.

4. Welche Auswirkungen hat diese Entscheidung auf die Gesundheitsversorgung im Saarland?

4. Welche Auswirkungen hat diese Entscheidung auf die Gesundheitsversorgung im Saarland?

Diese Entscheidung hat aktuell keine Auswirkungen auf den Betrieb des Krankenhauses und damit auf die Gesundheitsversorgung. Die Stiftung kreuznacher diakonie möchte die Klinik in Neunkirchen lediglich in neue Hände geben. Ziel dabei ist, die Arbeitsplätze und die gesundheitliche Versorgung in Neunkirchen zu erhalten. Der Betrieb im Diakonie Klinikum Neunkirchen läuft wie gewohnt weiter.

5. Wie viele Mitarbeitende werden von dieser Entscheidung betroffen sein?

5. Wie viele Mitarbeitende werden von dieser Entscheidung betroffen sein?

Im Diakonie Klinikum Neunkirchen sind 85 Ärzte, 304 Menschen in der Pflege sowie 137 Mitarbeitende in der Verwaltung und in anderen Bereichen beschäftigt.

6. Wie viele Einrichtungen hat die Stiftung im Saarland?

6. Wie viele Einrichtungen hat die Stiftung im Saarland?

Die Stiftung kreuznacher diakonie betreibt im Saarland das Evangelische Stadtkrankenhaus und das Paul Marien Hospiz in Saarbrücken sowie in Neunkirchen das Fliedner Hospiz, das Diakonie Klinikum und das benachbarte Flieder-Krankenhaus. In Schwalbach, Saarbrücken und Neunkirchen gibt es bereits fünf Einrichtungen der Seniorenhilfe. In Neunkirchen wird derzeit ein Ersatzneubau gebaut, der den Namen „Wohnpark Katharina von Bora“ trägt und Ende September eröffnet wird. Hier liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Demenz. Das Haus bietet Platz für 81 Seniorinnen und Senioren, hinzu kommen 16 Plätze für Gäste der Tagespflege und 20 Appartements im Bereich „Wohnen Plus“.

7. Wie ist das Kuratorium der Stiftung kreuznacher diakonie in das Markterkundungsverfahren zum Verkauf der Klinik in Neunkirchen eingebunden?

7. Wie ist das Kuratorium der Stiftung kreuznacher diakonie in das Markterkundungsverfahren zum Verkauf der Klinik in Neunkirchen eingebunden?

In der jüngsten Kuratoriumssitzung der Stiftung kreuznacher diakonie wurde mehrheitlich der Beschluss gefasst, ein Markterkundungsverfahren mit dem Ziel des Verkaufes einzuleiten. Justizrat Dr. Hans-Gert Dhonau, Vorsitzender des Kuratoriums, dazu: „Mit der Umsetzung dieses Beschlusses hat der Vorstand Anfang September begonnen. Hierzu sind wir in konstruktiven Gesprächen mit den Mitarbeitern, der Politik und der Kommune. Es ist jetzt in der Verantwortung des Kuratoriums und des Vorstandes, das Markterkundungsverfahren transparent und verantwortungsvoll im Dialog mit allen Betroffenen voranzutreiben. Dieser Verantwortung wollen wir vollumfänglich gerecht werden. Wir betreiben nach wie vor das Evangelische Stadtkrankenhaus in Saarbrücken, wie auch das Fliedner Krankenhaus. Des Weiteren sind wir sehr intensiv eingebunden in die Seniorenhilfe.“

8. Was wurde getan, um das Diakonie Klinikum Neunkirchen auf finanziell solide Füße zu stellen?

8. Was wurde getan, um das Diakonie Klinikum Neunkirchen auf finanziell solide Füße zu stellen?

Die Verantwortlichen vor Ort haben mit großen Anstrengungen – insbesondere durch strukturelle Maßnahmen – versucht, gegenzusteuern, um das Diakonie Klinikum finanziell stabil aufzustellen. So wurde das Leistungsportfolio kontinuierlich dem Markt angepasst und die Spezialisierung am Diakonie Klinikum Neunkirchen vorangetrieben – immer unter der Prämisse, Arbeitsplätze, den Standort und eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung in Neunkirchen zu erhalten. Gerade in den vielen Monaten der Corona-Pandemie haben die Mitarbeitenden in Neunkirchen mit großem Engagement die Gesundheitsversorgung in Neunkirchen gesichert.
Leider haben die bisherigen Maßnahmen nicht die erhoffte wirtschaftliche Wende gebracht, so dass sich die Stiftung entschlossen hat, einen neuen Träger für das Diakonie Klinikum Neunkirchen zu suchen.

9. Was geschieht mit den beantragten staatlichen Fördergeldern für das DKN?

9. Was geschieht mit den beantragten staatlichen Fördergeldern für das DKN?

Die Stiftung hat sich in den Verhandlungen mit dem Ministerium dafür eingesetzt, dass die beantragten Finanzhilfen bewilligt werden und auch der neue Träger des Diakonie Klinikums Neunkirchen die beantragten Finanzhilfen erhält.

10. Gibt es Veränderungen im laufenden Betrieb des Krankenhauses?

10. Gibt es Veränderungen im laufenden Betrieb des Krankenhauses?

Bis zum Ende des Markterkundungsverfahren verändert sich nichts. Die Chefärzte des Krankenhauses haben in einem Brief Rettungsdienstes, Ärzte und Praxen darüber informiert, dass die Arbeit im Krankenhaus wie gewohnt weiter geht. Das Direktorium hat zudem gegenüber den Mitarbeitern versichert, dass auch Fortbildungen, Dienst- und Urlaubspläne wie gewohnt fortgeschrieben werden.

Ihr Ansprechpartner

Bernd Henner
Pflegedirektor

Diakonie Klinikum Neunkirchen gGmbH
Brunnenstraße 20
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Tel.: 06821/18-2002
Fax: 06821/18-2029

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